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  Wenn das Kaninchen Zahnweh hat...

Häufig weden in der Praxis Kaninchen vorgestellt, die "plötzlich" dünner geworden sind, nicht mehr fressen wollen oder nur bestimmtes Futter bevorzugen.

Der Grund ist oftmals eine Zahnerkrankung.

Kaninchenzähne wachsen lebenslänglich, das bedeutet, dass sie während des Kauvorganges abgerieben werden müssen!
Durch Fehlstellungen ist der Abrieb nur unvollständig. So entstehen Kanten und Zahnspitzen, die im Unterkieferbereich Richtung Zunge, im Oberkieferbereich Richtung Wangenschleimhaut wachsen und so Verletzungen setzen können.
Die Spitzenbildung schmerzt die Tiere zunehmend, sodass die horizontalen Kaubewegungen, die das als Schlittengelenk ausgebildete Kiefergelenk sonst zuläßt, immer weniger werden bis das Fressen schließlich ganz eingestellt wird.
Durch die Fehlstellung veränderen sich aber auch die Druckverhältnisse, sodass sich die Zähne in den Zahnfächern lockern können, Keime eindringen und Infektionen verursachen können. So entstehen Entzündungn des Kieferknochens und Abszesse.

Als Ursache der Zahnfehlstellungen gelten:
1.) angeborene Fehlstellungen ( oftmals auf "niedlich" gezüchtete Rassen mit rundem Köpfchen)
2.) Fehlstellungen durch Fütterungsfehler

Dies ist eigentlich die häufigste von uns beobachtete Ursache. Oftmals wird als Hauptfutter kommerziell erhältliches, pellettiertes Futter angeboten. Hierbei wird -zwar gut gemeint- der Steinguttopf gehäuft gefüllt und die Tiere sind hierdurch schon genügend gesättigt. Auch wenn Heu zur freien Verfügung steht, wird oft dann nur wenig oder kaum davon Gebrauch gemacht.
Deswegen gilt folgende Regel: 1 Eßlölffel pro Tier und Tag pelletiertes Futter, als Grundnahrung Heu
und dazu bis zu 1/3 der Ration Frischfuttermittel wie Möhren, Gurke, Paprika etc.

3.) Verlust einzelner Zähne
Hierdurch wird der Abrieb am gegenüberliegenden Zahn vermindert.

4.) Alle Erkrankkungen, die mit Appetitlosigkeit eingergehen, denn so kommt es ebenfalls zu vermindertem Zahnabrieb und Überwachstum der Zähne.

Gerade wenn mehrere Tiere zusammen gehalten werden, was ja durchaus wünschenswert ist, fällt oft erst sehr spät oder zu spät auf, dass ein einzelnes Tier zu wenig oder gar nicht mehr frißt.
Darum empfehlen wir ein wöchentliches Wiegen als Kontrolle.

Zusammenfassend sollten Sie also die Futterzusammensetzung Ihrer kleinen Lieblinge überpüfen und gewährleisten, dass genügend Heu als wichtigste Rohfaserquelle für den Zahnabrieb und für eine gesunde Verdauung aufgenommen wird!



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